Sonntag, 4.6.2017

14 Uhr:Jens Wimmers Boogie Trio

Let’s boogie! Das Jens Wimmers Boogie Trio begibt sich mit dem Publikum auf eine Zeitreise in die Atmosphäre der Jazzclubs der 1920er und 1930er Jahre. In New York, Chicago und Kansas City wurden heiße Boogie-Woogie-Partys gefeiert. Mit Piano, Kontrabass, Schlagzeug und drei Stimmen wird diese Gute-Laune-Musik voller Drive und Swing wieder auf die Bühne gebracht: Pete Johnson, Mead Lux Lewis, Count Basie, Benny Goodmann, Fats Waller, Duke Ellington ... Das abwechslungsreich moderierte Konzertprogramm und die vitale Spielfreude der Musiker garantieren wippende Füße und schnippende Finger.

16 Uhr: Rad Gumbo

So wie das gleichnamige Eintopfgericht aus New Orleans ist die Musik von Rad Gumbo: Würzig und scharf. Die Zuhörer erwartet ein brodelnder Mix aus Zydeco-Blues und New Orleans-Soul. Neben eigenwillig arrangierten Coverversionen bietet die Band ausgereifte Eigenkompositionen, die ebenso aus dem musikalischen Schmelztiegels Louisianas stammen könnten. Ihre letzte CD wurde mit dem Preis der deutschen Schallplattenkritik ausgezeichnet.

18 Uhr: Nick Woodland Band

Hartnäckig hält sich das Gerücht, Nick Woodland habe ein Angebot der Rolling Stones abgelehnt. Zu Legenden, ein allzu oft überstrapaziertes Wort, das man auf den Gitarrenvirtuosen mit fast 50 Jahren Bühnenerfahrung jedoch getrost anwenden kann, gehören nun mal solche Geschichten. Auch wenn diese Anekdote ein Mythos ist, zündete „der lässigste, beste und vielseitigste Rhythm’n’Blues-Gitarrist weit und breit“ (Süddeutsche Zeitung) eine große Karriere: Als ebenso versierter wie vielseitiger Musiker stand Woodland zusammen mit Pop-Größen wie Boney M., Donna Summer, der Punkrock-Band „The Clash“ oder der Jazz-Ikone Herbie Mann im Studio und schrieb Musikgeschichte. In Deutschland kennt man ihn auch als kongenialen Bühnenpartner des bayerischen Musikers und Kabarettisten Georg Ringsgwandl sowie als Bandmitglied von Marius Müller- Westernhagen, mit dem er jahrelang durch die Stadien der Republik tourte.

20 Uhr: Si Cranstoun

Die richtige Musik kann an einem schlechten Tag die Rettung sein. Man kann vom Pech verfolgt, von Gott verlassen oder einfach nur am Ende sein – aber es ist schlichtweg unmöglich deprimiert zu bleiben, wenn Si Cranstouns neues Album Old School läuft. In einer monotonen Schwarz-Weiß-Welt ist dieses Album geradezu eine Farbexplosion, die Sorgen vergessen lässt und unweigerlich zum Tanzen verführt. Das im August 2016 bei Ruf Records veröffentlichte Album Old School legt nun noch einmal nach – wie gewohnt inspiriert von Größen wie Jackie Wilson, Sam Cooke und Big Joe Turner. „Mein Musikgeschmack“, erzählt Si, „das sind die 1940er, 1950er und 1960er Jahre!“